Saubere Energieerzeugung mit hohem Wirkungsgrad

Das Biomassekraftwerk Königs Wusterhausen wurde 2003 nach nur 21 Monaten Projektierungs- und Bauzeit in den Regelbetrieb genommen. Es können Alt- und Resthölzer entweder als fertiger Brennstoff oder als Rohstoff aufgenommen werden.

Kessel mit zirkulierender Wirbelschicht

Pro Stunde durchlaufen ca. 16 Tonnen aufbereitetes Alt- und Restholz die thermische Verwertung. Der Biomassekessel arbeitet nach dem Prinzip der zirkulierenden Wirbelschicht. Die Vorteile liegen in einem guten Ausbrand durch verhältnismäßig lange Verweilzeiten des Brennstoffs im Feuerraum in Verbindung mit einer hohen Entschwefelungsleistung und niedrigen NOx-Emissionen.

Hoher elektrischer Wirkungsgrad

Die Energieentnahme erfolgt aus dem Rauchgasstrom und dem zirkulierenden Sand- und Aschestrom. Dies ermöglicht eine hohe Ausnutzung des Brennstoffenergieinhalts und einen elektrischen Wirkungsgrad von über 35 Prozent. Es werden ca. 64 Tonnen Dampf pro Stunde produziert. Der Dampf treibt eine Kondensationsturbine an, die über einen Generator eine elektrische Leistung von 20 Megawatt erzeugt.

Mehrstufige Abgasreinigung

Die Abgasreinigungsanlage unterschreitet mit modernster Technologie die strengen gesetzlichen Grenzwerte. Die sauren Schadgase, Schwermetalle, Dioxine und Furane werden unter Zugabe von Kalkhydrat und Aktivkoks gebunden und gemeinsam mit dem restlichen Staub in einem Gewebefilter entfernt. Die anfallenden Reststoffe der Rauchgasreinigung werden im Bergbau als Versatzmaterial verwertet.

Daten und Fakten 
 
Genehmigung Nach der 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung 
Förderzeitraum (EEG) 20 Jahre 
Inbetriebnahme 2003 
Holzarten AI – AIV-Hölzer 
Feuerung Zirkulierende Wirbelschicht 
Holzsilo 2 × 7.500 m³ Fassungsvolumen 
Jahresdurchsatz 120.000 Mg/a 
Aufbereitungskapazität 50 Mg/h 
Auslegungsheizwert 15.400 kJ/kg 
Elektrischer Wirkungsgrad > 35 Prozent 
Stromproduktion 160.000 MWh/a 
Personal Kraftwerk: 17 Mitarbeiter
Aufbereitung: 10 Mitarbeiter 

Altholzkategorien

Die Verwertung von Alt- und Restholz ist in Deutschland durch die Altholzverordnung geregelt. Dabei wird die Holzqualität in verschiedene Kategorien eingeteilt:

  • AI: unbehandelte Althölzer mit unerheblichen Verunreinigungen
  • AII: behandelte Althölzer, die verleimt, lackiert, beschichtet oder gestrichen sind
  • AIII: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung, jedoch ohne Holzschutzmittel
  • AIV: mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz mit hoher Schadstoffbelastung (ausgenommen PCB-Altholz)

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